Mittwoch, 15 April 2015

Wiener Schnitzel…

... und wie es zu seinem Namen kam.

Jeder kennt es und fast jeder liebt es, unser guat’s „Wiener Schnitzel“. Es ist ja auch uns´re bekannteste Spezialität!

Wenn man’s ganz richtig macht, dann is es eigentlich a dünnes, paniertes und aus’backenes Schnitzal aus Kalbfleisch. Aber heut´zu Tage gibt’s scho´ die verschiedensten Varianten. Am typischsten ist wohl des Schweinsschnitzel - was ma aber korrekterweise als „Schnitzel Wiener Art“ oder „Wiener Schnitzel vom Schwein“ bezeichnen sollt … aber auch des Surschnitzal oda des Hühnerschnitzal wird sehr g’mocht.

Die erste bekannte Erwähnung von uns´rem guat´n Schnitzal war im 19. Jahrhundert, genau g’sat 1831. 1907 wird’s dann auch in einem süddeutschen Kochbuch von Katharina Prato erwähnt jedoch als „eingebröselte Kalbsschnitze“.

Woher´s genau kummt, darüber is ma sich net ganz klar! Ma nimmt an, es kommt vom  „Costoletta alla milanese“, einem italienischem Gericht, das ähnlich zubereitet wurde und im 14. oder 15. Jahrhundert seinem Weg zu uns fand. 

A and’re Legende sagt, das Feldmarschall Radetzky das Rezept 1857 aus Italien mit´bracht hat … doch das ist auch nicht bewiesen. Obwohl sie wirklich nett ist, die Geschichte, denn angeblich war es Graf Attems, der Flügeladjutant des österreichischen Kaisers Franz Joseph, der einen Bericht von Radetzky über die Lage in der Lombardei weitergegeben haben soll und in einer Randnotiz ein köstliches paniertes Kalbskotelett erwähnt. Nach Radetzkys Rückkehr habe der Kaiser ihn persönlich um das Rezept gebeten.   

Ziemlich sicher is es aber so, dass das Schnitzal wirklich von uns „erfunden“ wurde. Denn schon vor dem Schnitzel gab’s in der Wiener Küche mehrere Speisen, die paniert und in Fett schwimmend gebacken wurden, vor allem das bekannte Backhendl, das erstmals 1719 in einem Kochbuch erwähnt wird. Das Schnitzal is also wahrscheinlich Ende des 19. Jahrhunderts analog zum Wiener Backhendl als "Wiener Schnitzel" bezeichnet worden.

Aber samma uns ehrlich, egal woher's kummt, wer's erfunden hat oder ob’s Radetzkys unsern Kaiser gebracht hat … es schmeckt einfach ur guat und g´hört zu Wien/Österreich dazu so wie die Heurigen!

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt's auf a saftiges Schnitzal, dann müssts an Sprung nach Stammersdorf zur Schildkrot machen - dort gibt's richtig guate Surschnitzal! 

Öffnungszeiten

Von 1. April bis 31. Oktober
Mittwoch - Freitag ab 15 Uhr,
Samstag, Sonntag, Feiertage
ab 12 Uhr

1. Nov. - 31.März,
Freit.-Samst.-Sonnt.-Feiertag
ab 12h

Wie du uns findest

Heuriger Hirt

Eiserne Handgasse - Parzelle 165
1190 Wien - Kahlenbergerdorf

Link zur Anfahrt

Reservierungen

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Tel.: 01 / 318 96 41
Handy: 0664 / 277 31 41
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