Donnerstag, 13 August 2015

Wie kommt mein Wein ins Glaserl?

Die Römer und ihre Baumkelter!

Welcher Weinbauer liebt nicht seine Weinpresse? Gepflegt und gehegt wird sie von Generation zu Generation weitergegeben. Die Jungen bringen modernes Know-how mit aber die Alten haben oft noch immer das Beste zu bieten. 

Zum Beispiel im älteste Weingut Österreichs, dessen Geschichte fast 2000 Jahre bis in die Römerzeit zurückreicht.  Seit rund 300 Jahren befindet sich dort diese antiken Weinpressen aus Holz, die heute als die weltgrößte ihrer Art gilt... und sie ist seit 2005 wieder in Betrieb. 

Wer jetzt neugiering geworden ist sollte sich dieses Ungeheuer bei unseren Freunden in der Wachau ansehen - die Weltgrößte antike Baumpresse ist wirklich sehenswert!  Nikolaihof Wachau

Die ersten Erwähnungen einer Kelter gehen bis auf das Jahr 470 n. Chr. zurück. Aber was ist eine Kelter? Es ist eine Presse die zur Gewinnung von Fruchtsäften dient und somit eine Vorstufe von Wein. Das Pressen von Weintrauben nannte man Keltern. Dabei werden die Früchte schon vorher zerkleinert, wodurch die sogenannte Maische entsteht, um so die Saftgewinnung zu erleichtern.

Ganz früher wurde mit den Füßen gekeltert. Bei den Römern kamen dann erstmals hölzerne Hebelpressen, sogenannte Baumkeltern, zum Einsatz. Um die Baumkelter zu bedienen waren mehrere Kelterknechte erforderlich. Zunächst „öffnete“ man den Kelterbaum, indem der schwere Stein auf den Boden gesenkt wurde. Dann schütteten die Kelterknechte die Trauben auf den Presstisch und bedeckten ihn mit Balken, um den Druck gleichmäßig zu verteilen. 

Der vorab ohne Druck ablaufende Saft, der „Vorlass“, war der beste und begehrteste Wein. War er abgelaufen, dann drehten die Kelterknechte den schweren Stein am einen Ende des Kelterbaums nach oben, in dem sie das Gewinde an der Spindel nach oben bewegten. Der Stein hing nun frei in der Luft und drückte die schweren Stämme des Kelterbaums nach unten. War der Saft gepresst, musste der Baum erneut geöffnet werden. 

Mit Hilfe einer Axt zerteilte man den Trester und schichtete ihn neu auf, damit der Pressvorgang wiederholt und damit die Saftausbeute erhöht werden konnte. Erst wenn der Trester weitgehend trocken war, endete das Pressen. Allerdings schüttete man häufig noch Wasser auf den Trester und presste dann noch einmal. Der wässrige Traubensaft wurde zu Wein vergoren und als Haustrunk verbraucht. Später wurde die Baumkelter durch die Spindelkelter erstetzt die in modernisierter Form auch heute noch verwendet wird - so wie auch bei uns!

 

Öffnungszeiten

Von 1. April bis 31. Oktober
Mittwoch - Freitag ab 15 Uhr,
Samstag, Sonntag, Feiertage
ab 12 Uhr

1. Nov. - 31.März,
Freit.-Samst.-Sonnt.-Feiertag
ab 12h

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Heuriger Hirt

Eiserne Handgasse - Parzelle 165
1190 Wien - Kahlenbergerdorf

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